Hunde-Poesie.de
Geschichten, Gedichte, Sprichworte und Zitate rund um den Hund

 

Hedi aus Ungarn

 

Hallo,

Hedi in  UngarnHedi in Ungarnich bin die Hedi, und wie ich finde, eine gelungene ungarische Straßenmischung.

Etwa 2-3 Jahre (so alt schätzte man mich damals ) habe ich mich auf ungarischen Straßen durchgeschlagen, bis mich im Oktober 2004 recht nette Leute von dort aufgesammelt haben.

Es war mir eigentlich auch ganz recht, denn so hatte ich wenigstens ein trockenes Plätzchen, um meine Welpen großzuziehen, von denen ich vorher aber nichts verraten hatte.  

 

Die Menschen dort waren sehr zuvorkommend, doch anscheinend auch etwas besorgt, denn sie haben immer mit ganz ernsten Mienen auf meine Beine gesehen. Ich fand nicht viel dabei, war fröhlich und aufgekratzt, kannte es nicht anders als etwas "komisch" zu laufen. Ab und zu tat es mal weh, doch das lernt man wegzustecken bei dem Leben auf der Straße.

Doch meine ungarischen Betreuer wollten mehr wissen, haben mein Bein röntgen lassen und dann wurden die Gesichter noch besorgter und trauriger, denn es wurde der Verdacht auf schnell wachsenden Knochenkrebs geäußert.

Das brachte eine einschneidende Veränderung für mein Leben.
Birgit war da, hat mich Mitte Januar 2005 mit nach Deutschland genommen (meine Güte, da tat sich eine völlig neue Welt für mich auf) und wollte sich als Pflegemama um mich kümmern und alles gemeinsam mit mir durchstehen.

Am 21. Januar gab es wieder eine Untersuchung, diesmal in der Tierklinik Hofheim in Deutschland bei den "Knochenspezialisten". Danach sah ich nur fröhliche und entspannte Menschen um mich - nein, es war kein Knochenkrebs, mein schlimmes Bein mit der Knochenschiefstellung konnte operiert werden !! Ehrlich gesagt, hatte ich meine gute Laune immer noch nicht verloren und die ganze Aufregung sowieso nicht verstanden........

 


Hedi nach  der OPHedi nach der OPNachdem dann die finanzielle Seite geklärt war, folgte die Operation am 16. März. Mit einem super dicken Verband bin ich wieder aufgewacht und war total happy, als mich meine Pflegemama wieder abgeholt hat. Alle paar Tage musste ich nun zum Verband wechseln, was ich aber brav über mich ergehen ließ.

Sieht lustig aus, oder? 

 

 

 

 

 

 

Nach 10 Tagen wurde die Fäden gezogen. Es sah alles gut aus. Deshalb durfte ich mit meiner Pflegemama und deren Schwester sowie meinen Freunden Sherry und Charly mit nach Holland in Urlaub. Klasse sag ich Euch. Soviel Sand zum buddeln. Leider durfte ich das noch nicht so lange. Schade.

 

Hedi beim  BuddelnHedi beim Buddeln

Buddeln ist toll

  Hedis  FreundeHedis Freunde

Meine Freunde Sherry und Charly


Am 13. April wurde nochmal eine Röntgenaufnahme gemacht und lt. Tierarzt ist alles soweit in Ordnung. Mein Beinchen ist immer noch etwas schief. Das liegt aber an den Bändern (sagt der Tierarzt). Da mich das aber nicht stört, tobe und renne ich ohne weiteres durch die Gegend.


Tja, jetzt kommt aber eigentlich das beste an der ganzen Geschichte:

Mittlerweile ist es September 2005 und ratet mal, wo ich lebe.... immer noch bei Birgit!

Ursprünglich war geplant, dass man eine Familie für mich findet. Nette Idee, aber nicht in meinem Sinne. Bei einem Menschen der eine so schlimme Krankheit wie Krebs mit einem durchstehen will, muss man einfach bleiben . Das hatte ich mir schon nach recht kurzer Zeit in den Kopf gesetzt und mich nur von meiner besten Seite gezeigt, war flexibel und anpassungsfähig. Naja, manche Menschen brauchen halt etwas länger bis sie begreifen, was gut für sie ist.
Im Mai 2005 war dann die Entscheidung gefallen - ich durfte bleiben ......



Hedi mit  Frauchen BirgitHedi mit Frauchen Birgit

Hier noch ein Bild mit meinem Frauchen


Schmusen ist für mich das Größte überhaupt!

 

 

 

 

 

 

 


Ich fühle mich pudelwohl und bedanke mich recht herzlich bei allen die dafür gesorgt haben, dass ich wieder richtig laufen kann.

 

Eure Hedi

 

Bewertung:  / 13
SchwachSuper