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Bella, die Zaubermaus


Ich wurde irgendwann im Jahr 2003 oder 2004 in Süditalien geboren. Den größten Teil meines Lebens verbrachte ich auf der Straße. Ich streunerte mit meinen Hundekumpels durch die Straßen bis zu dem Tag, der mein Leben grundlegend verändern sollte.

Am Jahreswechsel 2005/2006 wurden mir und zwei meiner Kumpels Feuerwerkskörper in den Nacken gebunden, Benzin übergeschüttet und dann haben die uns angezündet. Meine beiden Freunde sind dabei ums Leben gekommen.

 



Eine Frau, die das sah, hat ihren Mantel über mich geworfen und die Flammen so erstickt. Sie brachte mich ins Tierheim von Anna - nach Campi Salentino.

Dort wurden meine äußerlichen Wunden versorgt und sie haben mich geliebt und gepflegt so gut es eben ging.

 

 

 

 

 

Eine Tierschutzorganisation wurde informiert und Heidi kam zusammen mit dem Vorstand dieses Vereins am 14.02.2006, um mich nach Deutschland zu holen.

 

  

 

Die kleine Campi, die auf dem rechten Bild mit mir drauf ist, haben sie auch mit nach Deutschland genommen. Sie hat inzwischen ein wunderbares Zuhause gefunden.

Also wurde ich nach Deutschland ins Tierheim gebracht. Dort hatte ich sofort die beste medizinische Versorgung. Meine Wunden wurden verbunden und versorgt.

 




Ich hatte nun natürlich nicht nur diese schweren Verbrennungen, sondern auch noch Demodex-Milben, mit denen ich kämpfte. Es juckte mich überall und ich schuppte mich.

Das Fell wurde mir abgeschoren und der Heilungsprozess mit Unterstützung von Medikamenten begann langsam.

 

 

 

 

 

Im Juni 2006 war es dann soweit. Die Wunden sind zwar noch nicht ganz abgeheilt

gewesen aber ich durfte in mein neues Zuhause bei Heidi und Oli einziehen. Dort erwartete mich mein jetziger Freund Shadow, auch ein Collie (und was für ein schöner). Und noch 5 Katzen, Anika, Angie, Muck, Bijou und Adjana. Ich wurde von allen mehr oder weniger lieb aufgenommen, sie waren halt etwas eifersüchtig, aber es kam kein "böses Wort", nur misstrauische Blicke.

 

   

 

Shadow und ich wurden bald dicke Freunde. Ich merkte sehr schnell, dass der brummige Bär ein ganz lieber Kerl ist und ich konnte mich auf ihn verlassen. Ich schlief an seiner Seite und war zufrieden und beruhigt. Auch mit den Katzen lief alles gut. Die fünf im Haus respektiere ich und die freilaufenden werden hemmungslos gejagt.

 

  

 

Es ging mir gut. Eigentlich ein schönes Happy-End oder, aber nein, mein Leidensweg sollte noch nicht zu Ende sein – noch lange nicht. Nun hatte ich alles, eine tolle Familie immer was gutes zu Essen, viele Freunde, fast verheilte Wunden – Mensch was will Hund mehr....

Es begann damit, dass meine Mundwinkel aufbrachen, an den Beinen bekam ich offene Stellen, ich war matt und hatte Fieber. Natürlich ging Heidi sofort mit mir zum Tierarzt und eine Blutuntersuchung ergab die schreckliche Diagnose: Leishmaniose. Wohl durch den Stress brach diese Krankheit nun auch noch aus. In der Zwischenzeit hatte ich ja Erlichiose besiegt, den Giardien, die in mir wüteten, den Garaus gemacht und nun das....... Eigentlich war noch niemand so richtig bewusst, was nun auf uns alle zukommen wird. Ich habe mich gerüstet – habe gewusst, für diese Leben lohnt es sich, zu kämpfen.

 

  

 

Es ging mir schlecht, ich war oft dem Tode näher als dem Leben. Aber ich habe den

Kampf gewonnen, nicht zuletzt weil alle für mich da waren, der Tierarzt war Tag und Nacht bereit, nach mir zu schauen und Heidi und Oli saßen 24 Stunden im Wechsel bei mir und gaben mir alle Kraft. Ich habe immer meine Futterschüssel leer gemacht, auch wenn ich oft nicht viel wollte – ich spürte, es gibt mir Kraft. Shadow war an meiner Seite – wirklich ein wahrer Freund.

 



Es dauerte lange, bis ich wieder auf den Beinen war, aber ich habe es geschafft.

Der Sommer 2007 war ein schöner Sommer, ich wurde immer kräftiger und erholte mich von den Krankheiten.

Wir waren alle so glücklich.

 

 

 

 

 

Nun wäre das ja die Geschichte – endlich das Happy-End für mich und meine Lieben. Aber es sollte anders kommen. Schon im September 2007 musste ich das nächste Mal um mein Leben kämpfen. Es hing wieder mal am seidenen Faden.

Im September 2007 habe ich auf einmal immer Übelkeit verspürt. Ich musste mich ständig erbrechen und hing nur noch ab. Ich war wieder total am Ende und alle dachten, nun kommt der nächste Leishmanioseschub. Aber so war es nicht. Nach mehreren Untersuchungen stellte sich heraus, dass meine Nieren versagten. In einer dramatischen Not-OP hat unser Tierarzt, Herr Dr. Barth, mir am Freitag, den 24.09.2007 die rechte Niere entfernt. Sie hatte wohl schon länger nicht mehr gearbeitet und nun drohte ich daran zu vergiften. Gott sei Dank hat Dr. Barth so schnell reagiert. Das 2. Mal gehen die Punkte an ihn. Er ist mein Lebensretter.

 




Ich erholte mich schnell von der OP und dann ging es bergauf.

Mein Leben genieße ich nun in vollen Zügen. Heidi kocht mir mein Essen und ich bekomme 2 x monatlich Behandlungen mit Bioresonanz, die mir sehr gut tun.

Meine Nierenwerte sind noch nicht ganz im Rahmen, aber wir arbeiten daran, denn auf diese Niere müssen wir nun schon ganz doll aufpassen.

 

 

 

 

 

 

 

September 2008

 

Februar 2008

 

 

 

 

So gut geht es mir nun, ich fühle mich so wohl und denke gar nicht daran, dass ich so krank war.

Heidi und Oli passen auf, wenn es regnet, habe ich einen Regenmantel wenn es kalt ist einen Wintermantel und ein für mich angefertigtes Kopftuch an, weil ich es nicht leiden kann, wenn es in meine Ohren regnet.

 

 

 

 

 

Solltet Ihr mehr über mich wissen wollen, dann schaut mal vorbei auf meiner Homepage www.bellas-welt.de und hinterlasst einen Pfotenabdruck für mich.

Darüber freuen wir uns sehr.

 

Grüssle,
Eure Bella

 

 

 

 

 

 

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