Hunde-Poesie.de
Geschichten, Gedichte, Sprichworte und Zitate rund um den Hund

 

Trainings-Weisheiten


Entweder man verbringt Zeit mit der Erziehung seines Hundes,
oder man verbringt gleich viel Zeit, um sich über seinen Hund zu ärgern.

Kein Zweck heiligt Trainingsmethoden, die man nicht anwenden müsste, wenn man sich weitergebildet hätte.

Man kann in Tiere nichts hineinprügeln,
aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.

Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten

Verhalten verstehen bedeutet, seine Funktion für den Hund erkennen zu können.
Hundeverhalten wird viel zu oft diagnostiziert anstatt analysiert.

Jeder Hund zeigt erwünschtes Verhalten.
Auch wenn es nur für den Bruchteil einer Sekunde ist.
Es liegt an uns, dieses Verhalten einzufangen, es zu verlängern und auszubauen.

Gerade für Hunde, die ängstlich oder defensiv aggressiv reagieren,
spielt die Bezugsperson eine bedeutende Rolle:
sie sollte dem Hund helfen, etwas zu tun, bei dem er sich weniger bedroht fühlen kann.
Das kann natürlich nicht funktionieren, wenn die Bezugsperson Angst- oder Aggressionsverhalten bestraft.
Seit wann schafft Bestrafung denn Sicherheit?

Es ist lächerlich sich über seinen Welpen aufzuregen, nur weil seine normale Gehirnfunktion nicht Ihrem Trainingsplan folgt.

In jedem schwierigen Hund steckt ein einfacher Hund -
man muss ihn nur rausclickern!

Wenn unter schwierigen Bedingungen aus den leichtesten Übungen große Herausforderungen werden, müssen die Verstärker der Leistung angemessen sein!

Es ist gleichgültig, wie ich ein Kommando/Signal benenne.
Es ist aber nicht gleichgültig, wie ich das Kommando/Signal aufbaue
und/oder welche emotionale und/oder physische Empfindung das
Kommando/Signal bei meinem Gegenüber auslöst.

Das größte Problem in der Hund-Mensch-Beziehung
ist Erziehung gegen die Bedürfnisse des Hundes!

Strafen und Belohnungen werden vom Empfänger definiert.
Nicht vom Sender!

Der Grund dafür, dass viele Menschen aufgeben ist,
dass sie dazu neigen darauf zu schauen,
wie weit sie noch gehen müssen,
anstatt darauf, wie weit sie schon gekommen sind.

Bestrafung führt
-niemals zu einer Verstärkung eines erwünschten Verhaltens,
sondern
-immer nur zu einer kurzfristigen Abschwächung oder Unterdrückung eines unerwünschten Verhaltens.

Wahrscheinlich ist genau dies der Punkt, der gewaltfreie Erziehung so schwierig umsetzbar macht - es macht Mühe, es verlangt Kreativität, große Zuneigung, ständige Selbstreflektion, Geduld, Zeit und Empathie.

 

 

Bewertung:  / 33
SchwachSuper