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Trainings-Weisheiten, Seite 2


Wenn Du einen Hund bestrafst,
bestrafst Du ihn dafür,
dass Dein Training nicht gut genug war.

Es gibt eine umgekehrte Wechselbeziehung zwischen dem Wissen von TrainerInnen und der Stärke ihrer Korrekturen:
Je besser die TrainerInnen, umso seltener und weniger brutal sind die Korrekturen. TrainerInnen, die harte körperliche Korrekturen einsetzen, haben einfach nicht genug Erfahrung oder Wissen, um es besser zu machen.


Gehirngerechtes Lernen heißt weder beim Menschen noch beim Hund eine "Kuschelpädagogik" anzuwenden, sondern es trägt lediglich dem Fakt Rechnung, dass Lernen nun mal ein sehr komplexer Vorgang ist.
Der Hund ist von Natur aus ein Lernender. Nur wenn ihm das Lernen auch Spaß macht, wird es schnell und nachhaltig an der richtigen Stelle gespeichert.

Die Arbeit über positive Verstärkung ist mehr eine Arbeit an sich selber als am Tier.

Bestrafung ist die am wenigsten geeignete Form der Verhaltensbeeinflussung.
Erstens erreicht man durch Bestrafung fast nie eine vollständige Unterdrückung der unerwünschten Verhaltensweise; zweitens wirkt die Beendigung von Strafe als starke Verstärkung. Drittens erregt Bestrafung negative Gefühle beim Bestraften, viertens kann man durch Strafe nur eine bestimmte Verhaltensweise unterdrücken, nicht aber eine neue Verhaltensweise etablieren.
Die Folgen von Bestrafung sind also unkreativ und weitgehend unkontrollierbar.

Jeder Hund ist - so wie er ist - gemacht worden.
Er ist ein Produkt aus Genetik, Erfahrung und Umwelt.
Nichts davon hat er sich ausgesucht.

Um Schreckreize als effektive Trainingsmaßnahme einzusetzen, braucht man drei Fähigkeiten:
- ein tiefes Verständnis des Hundeverhaltens
- ein tiefes Verständnis der Lerntheorie
- tadelloses Training

Und wenn man alle drei Fähigkeiten hat, benötigt man keine Schreckreize!

Die Frage ist nicht, ob man mit Strafe etwas erreichen kann, sondern ob man nicht ohne Strafe ein viel besseres Ergebnis erzielen könnte

Dir ist der Weg des Lernens egal, wei nur das Ziel zählt?

Der Weg ist mindestens so wichtig wie das Ziel,
denn es ist der Lernprozess, der das Gehirn verändert!

Es gibt zwei Gründe, die für ein Halsband sprechen:

1. Angst, der Leinenimpuls könne nicht richtig wirken.
2. Angst davor, die Kontrolle über den Kopof des Hundes zu verlieren.

Über beides sollte man genau nachdenken!

Die Leute fragen, wann sie aufhören können mit Belohnungen zu arbeiten.

Wie kommt es, dass niemals jemand fragt, wann sie aufhören können an ihren Hunden herum zu rucken?

Ich behandle den Hals eines Hundes wie meinen eigenen:
mit Schutz und Fürsorge!

 

 

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